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Stahlhandel und Stahl-Lieferant für Bau und Industrie

Wir vermitteln Flach- und Langstahlprodukte sowie Stahlschrott zwischen Stahlwerken, Lagerhändlern, Händlern und industriellen Abnehmern in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten.

Auf einen Blick

Flachprodukte: warm- und kaltgewalzte Coils, verzinkte und bandbeschichtete Bleche.

Langprodukte: Betonstahl, Walzdraht, Knüppel, Träger und Profile; außerdem Schrott HMS 1&2.

Jeder Lieferung liegen Werkszeugnisse bei; seit 2026 unterliegen Eisen- und Stahlimporte in die EU dem CBAM.

Stahl-Import in die EU: Was ist zu beachten?

Stahl wird per Vertrag bei einem Werk oder Händler gekauft, bei der Verladung inspiziert und als Stückgut (Break Bulk) oder im Container verschifft. Importeure in der EU müssen Zölle, Zollkontingente und seit 2026 die CBAM-Pflichten beachten.

Die EU wendet auf viele Stahlprodukte handelspolitische Schutzmaßnahmen mit Zollkontingenten an. Ob bei Ankunft noch ein Kontingent verfügbar ist, kann über die Kosten einer Lieferung entscheiden. Deshalb klären wir die regulatorische Lage vor Vertragsabschluss.

Was ist ein Werkszeugnis (Mill Test Certificate)?

Ein Werkszeugnis (Prüfbescheinigung nach EN 10204, meist Typ 3.1) dokumentiert die chemische Zusammensetzung und die mechanischen Eigenschaften einer bestimmten Stahlcharge und wird vom herstellenden Werk ausgestellt.

Bei Baustahl müssen Zeugnisse und Kennzeichnung des Produkts der jeweils geltenden nationalen Norm des Bestimmungslandes entsprechen. Wir prüfen, ob sich das Zeugnis auf die Schmelzen bezieht, die tatsächlich verladen werden.

Was bedeutet CBAM für Stahlimporte?

Seit dem 1. Januar 2026 müssen Importeure von Eisen und Stahl in die EU die grauen CO₂-Emissionen dieser Waren im Rahmen des CO₂-Grenzausgleichssystems (CBAM) ausweisen und dafür CBAM-Zertifikate abgeben.

Damit werden die Emissionsdaten des herstellenden Werks zu einem kaufmännischen Faktor. Informationen zu den aktuellen Regeln: Europäische Kommission, CBAM.

Stand: Oktober 2026Diese Seite enthält allgemeine Informationen zur Handelspraxis. Sie stellt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.

Stahl

Typische Produkte

ProduktSpezifikation
Warmgewalzte Coils (HRC)z. B. S235JR, S275JR, S355J2 nach EN 10025, 1,5–25 mm
Kaltgewalzte und verzinkte CoilsDC01–DC04, DX51D+Z, auch bandbeschichtet (PPGI)
BetonstahlB500B / B500C nach nationalen Normen, 8–32 mm
Knüppel und WalzdrahtKnüppel 120–150 mm, Walzdraht SAE 1006/1008, 5,5–12 mm
Träger und ProfileIPE, HEA, HEB, UPN, Winkel
StahlschrottHMS 1&2 80:20, Shredderschrott
Liefern Sie Stahl auch in Länder außerhalb der EU?

Ja. Wir vermitteln Stahl auch nach Nordafrika, in den Nahen Osten und in weitere Regionen. Die geltenden Einfuhrvorschriften des Bestimmungslandes werden vor Vertragsabschluss geklärt.

Vermitteln Sie auch Stahlschrott?

Ja. Wir vermitteln Stahlschrott wie HMS 1&2 zwischen Sammlern, Exporteuren und Stahlwerken. Die Qualität wird bei der Verladung durch eine unabhängige Inspektion bestätigt.

Wie lange dauert eine Stahlbestellung?

Ab Lager einige Wochen, aus der Werksproduktion in der Regel ein bis drei Monate zuzüglich Transitzeit. Der genaue Lieferzeitraum wird im Vertrag festgelegt.

Was gilt beim Stahl-Import nach Deutschland?

Für Stahl aus Drittländern gelten die EU-Regeln: Zoll, Schutzmaßnahmen mit Zollkontingenten, gegebenenfalls Antidumpingzölle und CBAM-Pflichten. Für Betonstahl im Bauwesen sind in Deutschland zusätzlich die nationalen Normen und bauaufsichtlichen Anforderungen zu beachten.

Wie läuft die Prüfung eines Stahl-Lieferanten ab?

Wir prüfen Registerdaten, wirtschaftlich Berechtigte und Sanktionslisten, lassen uns Werkszeugnisse und Referenzen vorlegen und vereinbaren eine unabhängige Inspektion vor der Verladung. Erst danach werden verbindliche Angebote ausgetauscht.

Was ist der Unterschied zwischen Warmband und Kaltband?

Warmband wird bei hohen Temperaturen gewalzt und hat eine raue, oft zunderbehaftete Oberfläche. Kaltband wird aus Warmband bei Raumtemperatur weitergewalzt und ist maßgenauer und glatter, aber teurer.

Was bedeutet S235JR und S355J2?

Es sind Bezeichnungen für Baustahlsorten nach EN 10025. Die Zahl gibt die Mindeststreckgrenze in N/mm² bei geringer Dicke an, die Buchstaben danach die Kerbschlagzähigkeit bei einer bestimmten Prüftemperatur.

Was ist der Unterschied zwischen Werkszeugnis 2.2 und 3.1?

Ein Werkszeugnis 2.2 bestätigt nichtspezifische Prüfungen des Herstellers, ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1 enthält spezifische Prüfergebnisse der gelieferten Charge und wird von einem von der Fertigung unabhängigen Abnahmebeauftragten des Herstellers bestätigt. Beide sind in EN 10204 definiert.

Gelten beim Stahl-Import in die EU Kontingente?

Ja, die EU wendet für viele Stahlerzeugnisse Schutzmaßnahmen mit Zollkontingenten an; nach Ausschöpfung eines Kontingents können Zusatzzölle fällig werden. Zusätzlich können Antidumpingzölle für bestimmte Ursprungsländer gelten. Den aktuellen Stand prüfen wir vor Vertragsabschluss.

Darf Stahl aus Russland in die EU eingeführt werden?

Nein, für Eisen- und Stahlerzeugnisse aus Russland gelten umfassende EU-Einfuhrverbote, die auch bestimmte in Drittländern verarbeitete Erzeugnisse mit russischem Vormaterial erfassen. Herkunftsnachweise des Vormaterials gehören deshalb zur Prüfung.

Wie wird Stahl verschifft?

Coils, Betonstahl und Träger werden meist als Stückgut (Break Bulk) auf Mehrzweckschiffen oder kleineren Massengutfrachtern verschifft, kleinere Mengen auch im Container. Sicherung und Schutz vor Feuchtigkeit sind wichtig, um Rost und Transportschäden zu vermeiden.

Was ist HMS 1&2?

HMS (Heavy Melting Scrap) 1&2 ist eine international gehandelte Sorte von schwerem Stahlschrott, meist im Mischungsverhältnis 80:20 von HMS 1 und HMS 2. Die genauen Anforderungen an Stückgröße und Wandstärke werden im Vertrag festgelegt.

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