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Arbeitsweise

So läuft ein Rohstoffgeschäft ab – Schritt für Schritt

Der internationale Rohstoffhandel ist eine Frage des Vertrauens. Unser Ablauf schafft dieses Vertrauen Schritt für Schritt: mit Dokumenten, Prüfungen und klaren Zuständigkeiten.

Auf einen Blick

Jeder Geschäftspartner wird geprüft, bevor geschäftliche Dokumente ausgetauscht werden.

Qualität und Menge werden bei der Verladung durch eine unabhängige Inspektion bestätigt.

Zahlung und Lieferung folgen etablierten Bankinstrumenten und den Incoterms® 2020.

01

Anfrage

Sie beschreiben Produkt, Spezifikation, Menge, Lieferzeitraum und Bestimmungsort – oder die Ware, die Sie verkaufen möchten. Wir prüfen, ob die Anfrage realistisch ist und ob wir sie bedienen können.

02

Prüfung

Beide Seiten durchlaufen eine KYC-Prüfung: Handelsregister, wirtschaftlich Berechtigte, Sanktionslisten und Nachweis der Leistungsfähigkeit. Ohne diese Prüfung gibt es weder Angebot noch Vertrag.

03

Angebot und Verhandlung

Wir bringen Käufer und Lieferant zusammen und stimmen Preis, Spezifikation, Incoterms®, Inspektion und Zahlungsbedingungen ab, bis beide Seiten unterschriftsbereit sind.

04

Vertrag und Inspektion

Der Kaufvertrag legt alle Pflichten fest. Vor der Verschiffung bestätigt eine unabhängige Inspektionsgesellschaft Qualität und Menge und stellt ihre Zertifikate aus.

05

Verschiffung und Abwicklung

Die Ware wird verladen, Dokumente wie Konnossement (Bill of Lading), Ursprungszeugnis und Inspektionsberichte werden vorgelegt, und die Zahlung wird über das vereinbarte Instrument freigegeben.

Warum ist eine KYC-Prüfung im Rohstoffhandel notwendig?

Weil Rohstoffmärkte Betrug anziehen und Sanktions- sowie Geldwäschevorschriften unterliegen. Eine KYC-Prüfung belegt, dass ein Geschäftspartner existiert, wem er gehört und dass er rechtmäßig handeln darf.

Typische Unterlagen sind ein Handelsregisterauszug, die Identifizierung der wirtschaftlich Berechtigten, ein Adressnachweis und je nach Produkt Lizenzen oder Referenzen. Zusätzlich gleichen wir Namen mit den Sanktionslisten der EU und der UN sowie weiteren anwendbaren Listen ab. Erst wenn beide Seiten geprüft sind, tauschen wir geschäftliche Dokumente aus.

Welche Incoterms® sind im internationalen Rohstoffhandel üblich?

Für Massengut auf dem Seeweg sind FOB, CFR und CIF am gebräuchlichsten. Für Container und Landtransporte werden häufig FCA, CPT, CIP und DAP verwendet.

Die Incoterms®-Klausel legt fest, wo Gefahr und Kosten vom Verkäufer auf den Käufer übergehen. Wir vereinbaren sie zu Beginn jeder Verhandlung, denn sie bestimmt Fracht, Versicherung und die für die Zahlung erforderlichen Dokumente. Die Regeln werden von der Internationalen Handelskammer veröffentlicht (ICC Incoterms® 2020).

Wie werden Rohstoffgeschäfte bezahlt – Akkreditiv, Inkasso oder Vorkasse?

In der Regel über ein Dokumentenakkreditiv (Letter of Credit) oder ein anderes Bankinstrument. Der Verkäufer wird bezahlt, sobald er ordnungsgemäße Dokumente vorlegt, und der Käufer zahlt nur gegen Nachweis der Verschiffung.

Akkreditive unterliegen den ICC-Regeln UCP 600 (ERA 600). Je nach Geschäftsbeziehung können auch ein Dokumenteninkasso oder gestaffelte Banküberweisungen vereinbart werden. Wir empfehlen Instrumente, die beide Seiten absichern, und raten von ungesicherten Vorauszahlungen an unbekannte Parteien ab.

Stand: Oktober 2026Diese Seite enthält allgemeine Informationen zur Handelspraxis. Sie stellt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.

Arbeitsgrundsätze

Das tun wir nicht

Im Rohstoffhandel schafft Klarheit Vertrauen. Deshalb sagen wir offen, was zu unserer Arbeitsweise nicht gehört – auch wenn andere es anbieten.

  • Kein Handel mit Bankinstrumenten

    Wir kaufen, verkaufen, leasen oder „monetarisieren“ keine Standby-Akkreditive, Bankgarantien oder MT760-Nachrichten und behandeln auch eine ICPO nicht als Zahlungsinstrument. Bankinstrumente sichern ein konkretes Geschäft ab – sie sind selbst keine Ware.

  • Keine Vorabgebühren

    Wir verlangen keine Gebühr, bevor ein Geschäft zustande gekommen ist – weder für Angebote noch für Dokumente oder den Kontakt zu Lieferanten.

  • Keine NCNDA vor der Identitätsprüfung

    Vertraulichkeits- und Schutzvereinbarungen unterzeichnen wir erst, wenn die Identität aller Beteiligten gegenseitig geprüft ist.

  • Kein Mineralöl russischen Ursprungs

    Wir vermitteln weder Mineralölprodukte russischen Ursprungs noch Produkte, die aus russischem Rohöl raffiniert wurden, und keine Ware, deren Herkunft sich nicht nachvollziehen lässt.

  • Keine Vorkasse an ungeprüfte Parteien

    Zahlungen laufen dokumentär, also gegen Dokumente über eine verifizierbare Bank. Zahlungen für Ware gehen nie an uns, sondern im Rahmen des Kaufvertrags an den geprüften Verkäufer.

  • Keine Ware ohne unabhängige Prüfung

    Qualität und Menge werden durch unabhängige Dritte geprüft, nicht allein durch Angaben des Verkäufers.

  • Keine Preislisten für Mineralöl und Edelmetalle

    Preise für Mineralölprodukte und Edelmetalle entstehen für jedes Geschäft einzeln nach Markt, Menge und Konditionen. Pauschale Preislisten veröffentlichen wir nicht.

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