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Rohphosphat kaufen: Phosphatgestein als Industrierohstoff

Wir vermitteln Rohphosphat (Phosphatgestein) zwischen Bergbau- und Aufbereitungsbetrieben, Handelshäusern und Abnehmern aus der Phosphorsäure- und phosphatverarbeitenden Industrie – als Schüttgut per Massengutschiff.

Auf einen Blick

Gehandelt wird Rohphosphat nach P₂O₅-Gehalt, typischerweise in Qualitäten von 28 bis 34 % P₂O₅; maßgeblich ist die vertraglich vereinbarte Spezifikation.

Herkunft meist Nordafrika und Naher Osten, etwa Marokko, Jordanien, Ägypten, Algerien oder Saudi-Arabien; Verschiffung als Schüttgut, meist FOB oder CFR.

Phosphatgestein steht auf der EU-Liste kritischer Rohstoffe (VO (EU) 2024/1252); für EU-Käufer ist neben dem P₂O₅-Gehalt vor allem der Cadmiumgehalt entscheidend.

Wie läuft der Kauf von Rohphosphat ab?

Rohphosphat wird per Vertrag zwischen Unternehmen gekauft und in der Regel als lose Schüttung in Schiffspartien von mehreren tausend Tonnen verschifft. Der Käufer legt Qualität nach P₂O₅-Gehalt, Grenzwerte für Nebenbestandteile, Menge, Hafen und Lieferzeitraum fest, der Verkäufer bestätigt Verfügbarkeit und Preis.

Üblich sind die Incoterms® FOB und CFR. Wir prüfen vorab Unterlagen und Leistungsfähigkeit des Lieferanten, stimmen Spezifikation, Inspektion und Zahlungsbedingungen ab und begleiten das Geschäft bis zur Entladung.

Welche Parameter stehen in einer Rohphosphat-Spezifikation?

Kernwert ist der P₂O₅-Gehalt, im Handel oft auch als BPL (Bone Phosphate of Lime) angegeben. Dazu kommen CaO, Feuchte, Korngröße sowie Höchstwerte für Fe₂O₃ + Al₂O₃, MgO, Chlorid und Cadmium.

Die Nebenbestandteile beeinflussen die Weiterverarbeitung: Eisen- und Aluminiumoxide sowie Magnesium erschweren den Aufschluss zu Phosphorsäure, Chlorid fördert Korrosion in der Anlage. Für Käufer in der EU ist der Cadmiumgehalt besonders wichtig, weil er bis in die Folgeprodukte weitergetragen wird. Die vereinbarten Werte werden durch eine Laboranalyse belegt.

Wie wird die Qualität von Rohphosphat geprüft?

Eine unabhängige Inspektionsgesellschaft zieht bei der Verladung Proben, ermittelt die Menge per Tiefgangsbesichtigung (Draft Survey) und lässt die Proben im Labor analysieren. Die Ergebnisse werden im Qualitäts- und Mengenzertifikat festgehalten.

Welche Gesellschaft prüft und welche Analysemethoden maßgeblich sind, legen die Parteien im Vertrag fest. Rückstellproben ermöglichen bei Abweichungen eine Schiedsanalyse.

Stand: Oktober 2026Diese Seite enthält allgemeine Informationen zur Handelspraxis. Sie stellt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.

Phosphat (Rohstoff)

Typische Produkte

ProduktSpezifikation
Rohphosphat 28–30 % P₂O₅ca. 61–66 % BPL, Schüttgut, Spezifikation nach Vereinbarung
Rohphosphat 30–32 % P₂O₅ca. 66–70 % BPL, gängige Handelsqualität für die Phosphorsäureherstellung
Rohphosphat 32–34 % P₂O₅ca. 70–74 % BPL, höherwertiges Konzentrat
Rohphosphat mit niedrigem CadmiumgehaltCd-Höchstwert nach Vorgabe des Käufers, für Abnehmer in der EU
AnalyseparameterP₂O₅, CaO, Feuchte, Korngröße, Fe₂O₃ + Al₂O₃, MgO, Chlorid, Cadmium
Welche Mindestmenge gilt beim Kauf von Rohphosphat?

Rohphosphat wird überwiegend als Schüttgut per Massengutschiff gehandelt; Partien beginnen in der Regel bei mehreren tausend Tonnen. Nennen Sie uns Ihren Bedarf, und wir prüfen, was realistisch ist.

Woher kommt Rohphosphat im internationalen Handel?

Bedeutende Exportländer liegen in Nordafrika und im Nahen Osten, etwa Marokko, Jordanien, Ägypten, Algerien und Saudi-Arabien. Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Lagerstätte, deshalb wird die Qualität für jede Partie im Vertrag festgelegt und analysiert.

Warum ist Phosphatgestein ein kritischer Rohstoff?

Die EU führt Phosphatgestein in der Liste kritischer Rohstoffe der Verordnung (EU) 2024/1252, weil es wirtschaftlich wichtig ist und die EU es überwiegend importiert. Für Käufer bedeutet das vor allem: Bezugsquellen sorgfältig prüfen und Lieferketten absichern.

Wie läuft die Prüfung eines Rohphosphat-Lieferanten ab?

Wir prüfen Registerdaten, wirtschaftlich Berechtigte und Sanktionslisten, lassen uns aktuelle Laboranalysen und Referenzen vorlegen und vereinbaren eine unabhängige Inspektion im Verladehafen. Erst danach werden verbindliche Angebote ausgetauscht.

Was bedeutet BPL bei Rohphosphat?

BPL steht für Bone Phosphate of Lime und bezeichnet den Gehalt an Tricalciumphosphat. Der Wert lässt sich in P₂O₅ umrechnen: BPL entspricht etwa dem 2,185-Fachen des P₂O₅-Gehalts, 30 % P₂O₅ also rund 66 % BPL.

Was ist der Unterschied zwischen Rohphosphat und Phosphorsäure?

Rohphosphat ist das aufbereitete Gestein aus der Lagerstätte. Phosphorsäure wird daraus in Industrieanlagen gewonnen, meist durch Aufschluss mit Schwefelsäure, und ist Ausgangsstoff für zahlreiche Phosphatprodukte. Wir vermitteln den Rohstoff.

Warum ist der Cadmiumgehalt für EU-Käufer wichtig?

Cadmium kommt natürlich in vielen Phosphatlagerstätten vor und geht bei der Verarbeitung in die Folgeprodukte über, für die in der EU Grenzwerte gelten. Käufer legen deshalb einen Höchstwert in der Spezifikation fest und lassen ihn per Laboranalyse belegen.

Wie wird Rohphosphat transportiert?

Als lose Schüttung in Massengutschiffen. Rohphosphat ist staubend und sollte trocken verladen werden; Feuchte und Korngröße werden in der Spezifikation festgelegt und bei der Verladung geprüft.

Welche Dokumente gehören zu einer Rohphosphat-Lieferung?

In der Regel Handelsrechnung, Konnossement (Bill of Lading), Ursprungszeugnis, Qualitäts- und Mengenzertifikat einer unabhängigen Inspektion, Laboranalyse und Sicherheitsdatenblatt. Je nach Bestimmungsland können weitere Einfuhrunterlagen nötig sein.

Braucht man für Rohphosphat-Importe in die EU eine REACH-Registrierung?

Ob und in welcher Form REACH greift, hängt von der Einstufung des Stoffs und der Einfuhrmenge ab; für bestimmte natürlich vorkommende Mineralien gibt es Ausnahmen. Das sollte vor Vertragsabschluss mit dem Lieferanten und gegebenenfalls rechtlich geklärt werden.

Prüfen Sie Herkunft und Sanktionen?

Ja. Wir prüfen Herkunft, Lieferkette und Beteiligte gegen geltende Sanktionen und Beschränkungen und vermitteln keine Ware, die gegen geltende Maßnahmen verstößt.

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